Die Perserkatze im Rassenporträt

Perserkatze

Die flauschige Perserkatze mit ihrer platten Nase zählt zu einer der begehrtesten Katzen, was nicht zuletzt an ihrem liebevollen und gemütlichen Charakter liegt. Sie lässt sich dank ihres ausgeglichenen und ruhigen Wesens sehr gut in einer Wohnung halten und ist dem Menschen gegenüber ausgesprochen anschmiegsam.

Steckbrief

Name: Perserkatze
Herkunft: nicht ganz geklärt, sehr wahrscheinlich Naher Osten, nach neuen Forschungen eventuell mit russischen Wurzeln
Größe: mittlere Größe bis groß
Gewicht: Katze: 2,5 bis 5 kg, Kater: 3,5 bis 6,5 kg
Farbe: verschiedenste Zeichnungen und Farben
Alter: 10 bis 17 Jahre
Charakterzüge: anhänglich, besonnen, gemütlich, friedlich

Beschreibung der Rasse

Die Perserkatze ist kräftig, groß und samtweich. Ihr Fell ist seidig und lang, die Beine kräftig und kurz. An Brust und Schultern sind die Haare etwas länger als am restlichen Körper. Auch der Schwanz ist dicht bewachsen und die Haare sind lang und weich. Die Muster und Farben des Fells sind umfangreich. Sie können einfarbig, aber ebenso auch mehrfarbig sein. Die Augen der Katze sind groß und stehen etwas weiter auseinander. Die Augenfarbe ist oft in einem Kupfer-Ton. Weiße Perserkatzen hingegen haben blaue Augen. Bei einfarbigen Perserkatzen können folgende Farben auftreten:

  • cremefarben
  • blau
  • rot
  • schwarz
  • weiß
  • braun
  • grau
schwarze Perserkatze
Schwarze Perserkatze mit bernsteinfarbenen Augen (Quelle: Unsplash.com)

Die Geschichte der Perserkatze

Bislang war man der Annahme, dass die Herkunft der Perserkatzen der Orient, nämlich Persien, ist. In Europa führte man Langhaarkatzen erstmalig im 17. Jahrhundert ein. Jedoch haben die heutigen Perserkatzen mit den anfänglichen Persern nicht mehr viel gemeinsam.

Neue Forschungen haben ergeben, dass die Vorfahren der Perser ihren Ursprung in Russland haben. Anfänglich wurden die Perserkatzen in England gezüchtet, und zwar im 19. Jahrhundert. Dafür verwendete man die aus Russland stammenden Hauskatzen mit langem Fell.

Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts verwendete man für Katzen mit langen Haaren den Namen Angorakatze. Erst mit der Gründung von Zuchtvereinen entstand daraus die Perserkatze. Sie wurde immer beliebter, dadurch wurden vor allem in den USA Massenzuchten ins Leben gerufen.

Die Kreuzungen entstanden ohne jegliche Rücksicht auf gesundheitliche Auswirkungen und die Zucht wurde immer ausgefallener. Die Merkmale einer sogenannten Qualzucht bei einer Perserkatze sind tränende Augen, eine laufende Nase sowie Atemprobleme.

Die Haltung

Um eine Perserkatze glücklich und zufrieden zu machen, bedarf es nicht viel. Das Klettern gehört nicht zu ihren Vorlieben, doch benötigt sie trotzdem einen Kratzbaum, um sich ihre Krallen abzuwetzen. Dies gehört zu einem ganz normalen Verhalten einer Katze, so markieren sie auch ihr Revier. Ist die Möglichkeit eines Kratzbaums nicht gegeben, wird die Katze unweigerlich die Möbel dafür nutzen.

Die Perserkatze liebt außerdem einen schönen Liegeplatz am Fenster oder auf einem gesicherten Balkon. Auch wenn sie perfekt für die Wohnungshaltung geeignet ist, wäre ein eingezäunter Garten für kleine Spaziergänge ein absoluter Traum für das kuschelige Tier.

weiße Perserkatze
Perserkatzen eignen sich hervorragend für die Wohnungshaltung. (Quelle: Unsplash.com)

Rassentypische Krankheiten

Durch das massive Überzüchten von Perserkatzen sind einige in ihrer Gesundheit sehr eingeschränkt. Man züchtete das sogenannte Peke-face heran. Die Nase wurde immer kürzer und platter. Das hat zur Folge, dass der Tränen-Nasen-Kanal abknickt und die Flüssigkeit von Tränen kann nicht mehr abfließen. Die Perserkatzen mit dem Peke-face haben ständig verkrustete und tränende Augen. Zudem ist die Öffnung der Nase verengt und die betroffenen Katzen haben schwere Atemprobleme.

Eine ebenso bekannte Krankheit der Perserkatze ist die polyzystische Nierenerkrankung, welche man auch kurz PKD nennt. Außerdem leiden sie auch des Öfteren unter progressivem Netzhautschwund. Hierbei handelt es sich um eine Netzhaut-Verkrümmung, die so schlimm werden kann, dass die Katze vollkommen blind wird.

Woher bekommt man eine Perserkatze?

Möchte man sich eine Perserkatze anschaffen, ist es immer am besten, sich an einen seriösen Züchter zu wenden. Manchmal findet man Perser in diversen Portalen zu günstigen Preisen, wovon man sich aber distanzieren sollte. Bei einem guten Züchter kostet die Katze zwar etwas mehr, doch erhält man dort eine gesunde, bereits geimpfte, entwurmte und gechipte Katze.

Kauft man sich günstig irgendwo eine Rassekatze, kann es passieren, dass sie krank ist und die dadurch entstehenden Tierarztkosten im Nachhinein fast unbezahlbar sind. Züchter, welche seriös sind, bieten keine kranken Tiere an und diese werden auch nicht zur Zucht verwendet. So verhindern sie die Verbreitung von Erkrankungen.

Wie pflegt und ernährt man eine Perserkatze?

Wegen ihrer langen Haare sollte eine Perserkatze täglich gut gebürstet werden, da sonst sehr schnell Verfilzungen entstehen können. Ist es erst einmal so weit gekommen, muss die Hilfe eines Tierarztes in Anspruch genommen werden. Da Perserkatzen trotz Bürsten bei Fellwechsel viele Haare verlieren, kann hier Katzengras bei natürlichem Erbrechen Abhilfe schaffen.

Da Perserkatzen oft tränende Augen haben, kann man sie bei der Reinigung mit einem feuchten Tuch unterstützen. Durch ihr flaches Gesicht nehmen manche Perser auch ihre Nahrung oft ganz speziell auf, nämlich mit der Zunge. Ganze Brocken schaffen sie nur schwer, deshalb sollte die Konsistenz des Futters eher breiig ausfallen.

Auch hochwertiges Futter, dessen Bestandteil hauptsächlich Fleisch sein sollte, ist wichtig. Bei Nassfutter nehmen Katzen die Flüssigkeit hauptsächlich über das Futter auf, sodass sie nicht allzu viel Trinkwasser benötigen. Generell trinken Katzen sehr wenig Wasser. Jedoch sollte der Katze stets frisches Trinkwasser zur Verfügung stehen.

Ist die Perserkatze gesund und wird regelmäßig gut gepflegt, kann das beliebte Tier bis zu 17 Jahre alt werden. In Texas soll eine Perserkatze sogar 34 Jahre alt geworden sein.

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