Die Munchkin im Rassenporträt

Munchkin Rassenportät

Die Munchkin-Katzen zählen in Deutschland eher zu den seltenen Rassen. Sie haben sehr kurze Beine, was jedoch keine bestätigten Nachteile für die Gesundheit der Katzen hat. Dieses besondere Merkmal in Verbindung mit ihrem einzigartigen Charakter macht die Munchkin bei Züchtern und Besitzern so beliebt.

Steckbrief

Name: Munchkin-Katze
Herkunft: USA
Größe: ca. 20 cm Schulterhöhe
Gewicht: Katze: 2,5 bis 3,5 kg, Kater: 3 kg bis 4 kg
Farbe: sämtliche Farben und Zeichnungen
Alter: ca. 16 Jahre
Charakterzüge: kinderfreundlich, anhänglich, verspielt, hundefreundlich

Beschreibung der Rasse

Munchkin-Katzen sind besonders außergewöhnlich, denn sie besitzen im Gegensatz zu anderen Katzen sehr kurze Beine. Der Körper ist kräftig und muskulös. Der Kopf hat die Form eines Keils, die Ohren sind groß mit etwas abgerundeten Spitzen. Die Augen sind mandelförmig, ausdrucksstark und stehen etwas weiter auseinander. Sie können in allen möglichen Farben vorkommen.

Die größte Besonderheit der Munchkins sind ihre kurzen Beine, welche ähnlich wie die eines Dackels sind. Ober- und Unterschenkel sollten gleich lang sein. Der Schwanz ist von mittlerer Länge mit einer leicht runden Spitze. Das Fell der Munchkins ist flauschig und kurz, es gibt sie aber auch mit halblangem Fell. Erlaubt sind sämtliche Zeichnungen und Farben wie beispielsweise

  • rot
  • grau
  • weiß
  • schwarz
gefleckte Munchkin Katze
Die Munchkin-Katze fällt vor allem durch ihre sehr kurzen Beine auf. (Quelle: Unsplash.com)

Geschichte und Herkunft der Munchkin-Katze

Die Munchkins zählen zu den etwas jüngeren Rassekatzen. Sie wurde zwar zu Beginn des 20. Jahrhunderts bereits entdeckt, jedoch geriet sie wieder in Vergessenheit. In Louisiana tauchte sie in den 80er-Jahren wieder auf. Eine amerikanische Katzenliebhaberin namens Sandra Hochenedel nahm sie bei sich auf. Die Fundkatze, welche sie Blackberry nannte, war trächtig und brachte kurz darauf mehrere Babykatzen mit kurzen Beinchen zur Welt.

Unter dem Wurf befand sich ein Kater mit dem Namen Toulouse, den Sandra Hochenedel ihrer Freundin weitergab. Mit diesen beiden Katzen begann die Zucht der Munchkins.

Erstmalig wurde die Munchkin-Katze 1991 im Madison Square Garden in New York ausgestellt. 1994 wurde sie in ein Zucht-Programm aufgenommen. 2003 empfing diese Rasse dann den Championchip-Status.

Die Munchkins verdanken ihren Namen dem kleinwüchsigen Volk aus Der Zauberer von Oz.

Die Haltung

Die Munchkin-Katze ist familienbezogen und legt viel Wert auf Gesellschaft. Deshalb ist sie für Vollzeit-Beschäftigte eher ungeeignet. Sie benötigt viel Zeit mit ihrem Menschen und ist absolut nicht gerne alleine. Für ältere Menschen, die etwas mehr Zeit investieren und sich viel mit der Katze befassen können, wäre sie von daher perfekt geeignet.

Ebenso ist sie Haustieren oder anderen Katzen gegenüber sehr aufgeschlossen und freundet sich schnell mit ihnen an. Kinder stellen auch kein Problem dar, insofern sie Fürsorge und Verantwortung dem Stubentiger gegenüber zeigen.

Die Munchkin-Katze ist eher als Wohnungskatze geeignet, da sie sich in der Natur nicht so gut zurechtfindet wie ihre Artgenossen. Jedoch ist sie der Außenwelt nicht völlig abgeneigt, weswegen ein gesicherter Balkon beziehungsweise ein eingezäunter Garten sehr von Vorteil für sie wäre.

Rassentypische Krankheiten

Einige Kritiker sind der Meinung, dass die Munchkin-Katze aufgrund ihrer kurzen Beine gesundheitliche Einschränkungen hat, was jedoch nicht bestätigt wurde.

Über rassentypische Krankheiten der Munchkin-Katze kann bisher keine bestimmte Aussage getroffen werden, da die Rasse noch ziemlich jung ist. Bei einigen Katzen dieser einzigartigen Rasse wird aber ab und an Lordose festgestellt. Hierbei handelt es sich um eine Verkrümmung der Wirbelsäule. Tiere, die an Lordose erkrankt sind, sterben sehr oft früher.

Jedoch ist nicht klar, ob diese Krankheit mit den kurzen Beinen der Munchkins zusammenhängt.

Woher bekommt man eine Munchkin-Katze?

Die Munchkin-Katze erhält man ausschließlich bei einem Züchter. Sie wird größtenteils in den Vereinigten Staaten gezüchtet und ist deshalb in Deutschland gar nicht so leicht erhältlich. Um überhaupt einen seriösen Züchter zu finden, ist es sehr wahrscheinlich, dass man weite Strecken fahren und geduldig sein muss.

Hierbei ist es wichtig, darauf zu achten, dass der Züchter Verantwortung seinen Tieren gegenüber zeigt, die Babykatzen sollten mindestens 3 Monate nach Geburt noch bei der Mutter bleiben. So lernt das Kitten alles, was nötig ist.

Von Züchtern, die ihre Rassekatzen für wenig Geld anbieten, sollte man sich stets schnell distanzieren.

Wie pflegt man eine Munchkin-Katze?

Hat die Munchkin-Katze halblanges Fell, sollte sie regelmäßig gebürstet werden, um somit Verfilzungen vorzubeugen. Da diese Rasse leichte Einschränkungen in ihren Bewegungen hat, ist es ratsam, auch Munchkins mit kurzem Fell zu bürsten, außerdem stärkt die unterstützende Pflege die Bindung.

Wie in jedem anderen Katzenhaushalt auch, benötigt die Munchkin-Katze einen Kratzbaum, um sich die Krallen abzuwetzen. Dadurch werden sie geschärft und gepflegt.

Um die Zähne des Vierbeiners optimal zu pflegen, ist es empfehlenswert, Trockenfutter zu verabreichen. In der Regel sollte Nassfutter gefüttert werden, das Trockenfutter mehr als kleine Abwechslung zwischendurch.

Um die Gesundheit der Katze ideal zu erhalten, sollte man 1–2 Mal im Jahr einen Tierarzt aufsuchen. Vorsorgeuntersuchungen sind wichtig, denn ist die Katze erst einmal erkrankt, kann das sehr kostenintensiv werden. Außerdem sorgt der Tierarzt dafür, dass der Stubentiger regelmäßig entwurmt und geimpft wird. Ernährt man die Katze zusätzlich ausgewogen, kann sie ein langes und gesundes Leben führen.

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