Die Britisch Kurzhaar im Rassenporträt

Britisch Kurzhaar Rassenporträt

Mit ihrem kurzen, plüschigen Fell, gepaart mit ihrem ruhigen Wesen gilt die Britisch Kurzhaar als wahre Schönheit unter den Rassekatzen. Sie stellt keine hohen Ansprüche und ist aufgrund ihres besonnenen Charakters besonders gut für Anfänger geeignet. Die Britisch Kurzhaar passt sich sehr gut an, deshalb kann sie sowohl in einem Singlehaushalt als auch in einer großen Familie glücklich sein.

Steckbrief

Name: Britisch Kurzhaar
Herkunft: Großbritannien
Größe: mittlere Größe bis groß
Gewicht: Katze: 3,5 kg bis 6 kg, Kater: 6 kg bis 8 kg
Farbe: mehr als 300 anerkannte Farben des Fells
Alter: im Durchschnitt 15 bis 18 Jahre
Charakterzüge: sanftmütig, gelassen, anhänglich, mühelos

Beschreibung der Rasse

Die Britisch Kurzhaar ist von mittlerer Größe und hat kurzes, dichtes Fell. Sie besitzt einen kraftvollen Körper, die Schultern sind breit und die Beine stämmig und kurz. Durch die Kreuzung mit der Perserkatze hat die Britisch Kurzhaar einen rundlichen, kompakten Kopf. Zusammen mit ihren großen Augen sieht sie einfach entzückend aus, was die Katze bei den Katzenhaltern besonders beliebt macht.

Bei der Britisch Kurzhaar gibt es mehr als 300 anerkannte Farbvarianten, die bekanntesten Farben (einfarbig) sind:

  • blau
  • schoko
  • zimt
  • weiß
  • lila
  • rot
  • schwarz

Es gibt aber auch Varianten in den Fellzeichnungen, nämlich zum Beispiel:

  • tabby (getigert)
  • tortie (dreifarbig)
Britisch Kurzhaar Kitten mit Tabby Fellzeichnung
Britisch Kurzhaar mit Tabby Fellzeichnung. (Quelle: Pixabay.com)

Die Herkunft und Geschichte der Britisch Kurzhaar

Die Britisch Kurzhaar zählt zu den ältesten Rassen der ganzen Welt. Sie wurde bereits von den Römern auf die Britischen Inseln gebracht, wo sie sich schnell ausbreiteten. Um 1871 wurden Katzen von ersten Züchtern im Londoner Crystal Palace ausgestellt.

Dadurch, dass die Britisch Kurzhaar mit der Perserkatze eingekreuzt wurde, erschien das Fell noch dichter und die Katze stämmiger. Nach den Kriegen gingen die Bestände der Zucht jedoch rapide zurück. Um die Britisch Kurzhaar zu retten, wurden deshalb Kartäuser und Perserkatzen mit eingekreuzt.

Die Haltung

Da die Britisch Kurzhaar sehr auf Menschen bezogen ist und zu den ruhigeren Rassen zählt, kann man sie optimal in einer Wohnung halten. Die BKH ist eine ziemlich robuste und stress-resistente Katze. Hält man mehrere Katzen, ist das für sie überhaupt kein Problem. Artgenossen und Menschen gegenüber ist sie freundlich und offen. Einem gesicherten Garten für einen Spaziergang ist sie ebenso absolut nicht abgeneigt.

Auch bei der BKH darf, wie bei allen Katzen, die Grundausstattung wie eine gemütliche Schlafstätte, ein Kratzbaum, Spielzeug sowie eine Katzentoilette nicht fehlen. Ansonsten ist diese schöne Rassekatze sehr unkompliziert und anspruchslos.

Der Charakter der Britisch Kurzhaar

Die Britisch Kurzhaar überzeugt mit ihrer Gelassenheit, Zurückhaltung und Liebenswürdigkeit. Sie hat nicht unbedingt einen Drang zur Bewegung, weshalb sie als Wohnungskatze ideal ist.

schwarze Britisch Kurzhaar im einem Katzenbett
Wie die Perserkatze eignet sich auch die Britisch Kurzhaar sehr gut für die Wohnungshaltung. (Quelle: Pixabay.com)

Bei fremden Menschen ist sie im ersten Moment eher zurückhaltend, Artgenossen gegenüber jedoch sehr offen. Da die BKH als eher stille Rassekatze gilt, gibt sie nicht so oft einen Laut von sich. Sie spielt sehr gerne, kann aber andererseits zeitweilig etwas dickköpfig sein. Wenn sie schmusen will, kommt sie von alleine und möchte nicht dazu gedrängt werden.

Rassentypische Krankheiten

Die Britisch Kurzhaar ist im Grunde eine gesunde und robuste Katze, die mühelos ein Alter von bis zu 18 Jahren erreichen kann. Trotzdem sind einige typische Krankheiten der Rasse zu verzeichnen:

  • HCM (Hypertrophe Kardiomyopathie)

Diese Erkrankung verdickt den Herzmuskel, weshalb die Herzleistung eingeschränkt ist. Dadurch erhält der Körper nicht genügend Sauerstoff. Diese Erkrankung lässt sich zwar therapieren, kann jedoch an die Katzenbabys weitergegeben werden.

  • Brachycephales Syndrom (Atemwegserkrankung)

Da die Form des Kopfes der Britisch Kurzhaar von der typischen Form abweicht, kann die Katze in ihrer Gesundheit sehr eingeschränkt werden. Manche Katzen leiden beispielsweise unter Entzündungen im Rachen- und Nasenbereich, Problemen beim Atmen, zu klein geratenen Nasenlöchern sowie Probleme beim Essen. Eventuell kann diese Krankheit je nach Verlauf durch eine Operation gelindert werden.

  • PKD (Polyzystische Nierenerkrankung)

Bei dieser Krankheit können sich in der Niere Zysten entwickeln, weshalb sie nicht mehr richtig arbeiten können. Das kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass die Nieren komplett versagen.

Woher bekommt man eine Britisch Kurzhaar?

Die Britisch Kurzhaar kann einzig und allein bei einem seriösen Züchter erworben werden. Die Katzenbabys sind bei ihm ab 900 Euro erhältlich. Papiere für die gekaufte Katze sind selbstverständlich inklusive, ebenso sollte sie bereits entwurmt, gechipt und geimpft sein.

Von diversen Online-Portalen sollte man sich generell distanzieren. Dort werden Rassekatzen meist viel zu günstig angeboten. Dies kann ein Zeichen dafür sein, dass sie beispielsweise nicht gesund oder auch nicht reinrassig ist.

Unseriöse Anzeige eines Katzenzüchters
Achte neben "zu günstigen Preisen" auf Online Portalen auch auf andere Indizien wie zum Beispiel die Rechtschreibung. (Quelle:deine-tierwelt.de)

Die Pflege einer Britisch Kurzhaar

Die Britisch Kurzhaar ist in der Pflege sehr leicht zu handhaben. Sie sollte lediglich regelmäßig gebürstet werden. Wenn das Fell wechselt, könnten Verfilzungen entstehen, da sie sehr dichtes Fell haben. Sie haart außerdem extrem im Gegensatz zu anderen Katzen und besitzt viel Unterwolle. Die restliche Fellpflege erledigt die Katze alleine.

Beim Bürsten sollte darauf geachtet werden, nicht gegen den Strich zu kämmen, denn damit wird die Unterwolle ausgerissen. Auf baden oder absaugen sollte gänzlich verzichtet werden.

Auch wenn die BKH sehr robust ist, sollte man regelmäßig einen Tierarzt aufsuchen. Es ist immer besser, das Tier durchchecken zu lassen, sodass sie bis ins hohe Alter ein gesundes Leben führen kann.

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