Die Maine Coon im Rassenporträt

Maine Coon Rassenporträt

Die Maine Coon zählt zu einer der bedeutendsten Rassekatzen, was nicht zuletzt an ihrer Größe und an ihren spitzen Ohren liegt. Das Fell ist prachtvoll und majestätisch, außerdem ist sie sehr anhänglich und liebt es, mit ihrem Besitzer zu schmusen. Die Amerikanische Waldkatze ist gesellig und sehr verspielt.

Steckbrief

Name: Maine Coon
Herkunft: USA
Größe: groß
Gewicht: Katze: 4,0 bis 6,5 kg, Kater: 5,5 bis 9,0 kg
Farbe: fast alle Farben sind gestattet, nur die Farben Lilac, Cocolate, Fawn und Cinnamon dürfen nicht mit anderen Farben kombinieren
Alter: 12 bis 15 Jahre
Charakterzüge: anhänglich, freundlich, verspielt, intelligent

Beschreibung der Rasse

Die Maine Coon hat halblange Haare und gilt als eine der größten Rassen ihrer Art. Vereinzelte Maine Coons können sogar eine außerordentliche Länge von 1,20 m aufweisen und bis zu 12 kg wiegen. Die breiten Ohren sind ein typisches Merkmal dieser großen Schönheit. Sie sind an der Spitze mit kleinen Pinselchen versehen, welche im ersten Moment an die Pinsel eines Luchses erinnern.

Außer goldfarben kann das Fell der Maine Coon sämtliche Färbungen haben. Maine Coons, welche nur eine Farbe besitzen, gibt es in:

  • blau
  • rot
  • schwarz
  • weiß
  • cremefarben
zwei Maine Coon Katzen
Auch bei der Maine Coon gibt es eine Vielzahl von Farben. (Quelle:Unsplash.com)

Die Pfoten der Maine Coon sind kraftvoll, einige ihrer Spezies haben bis zu sieben Zehen. Dies ist ein Gendefekt (Polydaktylie), welcher in Deutschland zu einem Ausschluss der Zucht führt. In den Vereinigten Staaten von Amerika ist dieser Gendefekt jedoch gestattet.

Der Schwanz der Maine Coon ist mindestens so lang wie der Körper, der Kopf ist kantig und das Kinn kräftig.

Die Geschichte der Maine Coon

Die Maine Coon stammt aus den USA, genauer gesagt aus dem Bundesstaat Maine. Da sie einem Waschbären (Racoon) sehr ähnelt, hat sie wahrscheinlich den Beinamen Coon erhalten. Bereits 1860 fand man Belege, dass große Katzen mit halblangen Haaren existieren. Damals nannte man diese Katzen „Shag„, was so viel wie Zottelkatze bedeutet.

Die schönen Waldkatzen kamen einst aus Europa mit Auswanderern in die USA, wo unterschiedliche Rassen gekreuzt wurden. Man kreuzte hauptsächlich Angorakatzen mit den Hauskatzen. Im Jahre 1950 wurde von Liebhabern dieser Rasse der „Central Maine Cat Club“ gegründet. Ab dem Jahr 1960 wurde die Maine Coon gezielt gezüchtet und bereits 1973 wurde sie von amerikanischen Katzenvereinen als eigenständige Rasse anerkannt.

Mittlerweile ist die Maine Coon zu einer sehr beliebten und wunderschönen Hauskatze geworden, zählt aber immer noch zu den eher seltenen Haustieren in Deutschland.

Die Haltung

Da die Maine Coon größer als eine durchschnittliche Katze ist, sollte man darauf achten, dass sie genügend hochwertiges Futter erhält. Gängiges Futter aus dem Handel kann zu einer Unterversorgung führen. Nahrung, welche Fleisch (am besten frisches Fleisch) enthält, wäre ideal für den Vierbeiner.

Außerdem ist sie leidenschaftliche Jägerin, spielt und bewegt sich gerne. Ihr Lieblingsplatz ist die Natur, wo sie sich austoben kann. Deshalb wäre ein eingezäunter Garten sehr von Vorteil. Da sie sich aber auch zu Hause bei ihrem Besitzer wohlfühlen möchte, sollte die Grundausstattung dementsprechend vorhanden sein.

Zaun
Die Maine Coon gehört zu den Rassen, die auch gerne mal draußen verweilen. Da vor allem Rassen, wie die Maine Coon, gerne gestohlen werden, ist ein gesicherter Freigang schon fast pflicht. (Quelle: Unsplash.com)

Hierzu zählt eine große Schlafstätte, ein KatzenkloSpielutensilien sowie ein großer und vor allem stabiler Kratzbaum.

Sie ist Menschen, Hunden und Artgenossen gegenüber sehr zugänglich, ist liebenswert und ausgeglichen.

Rassentypische Krankheiten

Obwohl die Maine Coon eine robuste Rasse ist, war zeitweilig Inzucht ein großes Thema. Im Gegensatz zu anderen Rassen ist sie von folgenden Krankheiten sehr häufig betroffen:

  • HCM (Hypertrophe Kardiomyopathie)

Die Herzmuskulatur ist beeinträchtigt, was Atemnot zur Folge haben kann. Im schlimmsten Fall kann diese Erkrankung sogar zu einem Herzstillstand führen.

  • SMA (Muskelatrophie)

Die Nervenzellen sind erkrankt, dieses lässt sich allerdings mit Gentests vermeiden. Leidet eine Maine Coon an dieser Krankheit, lässt sie sich mit drei Monaten bereits erkennen. Mit diesem Leiden kann die Lebensdauer verkürzt sein.

  • Polyzystischen Nierenerkrankung

Bei dieser Erkrankung können sich Zysten in den Nieren entwickeln, welche dazu führen, dass das Organ eingeschränkt wird. Die Krankheit schreitet langsam fort. Es ist ratsam, eine regelmäßige Ultraschall-Untersuchung vornehmen zu lassen.

Da die Maine Coon eine stattliche Größe hat, können auch die Gelenke erkranken. Hierbei spricht man beispielsweise von:

  • Hüftgelenksdysplasie
  • Ellenbogendysplasie
  • Patellaluxation

Woher bekommt man eine Maine Coon?

Wie alle Rassekatzen ist auch die Maine Coon lediglich bei seriösen Züchtern zu finden. Bei ihnen wird dafür gesorgt, dass die Eltern der Tiere keine Erbkrankheiten haben. Außerdem erhält man das Katzenbaby stets geimpft, entwurmt, gechipt und den Stammbaum für das Kitten sollte es selbstverständlich dazu geben.

Hat man sich für eine Maine Coon entschieden, kostet sie bei einem renommierten Züchter bis zu 750 Euro. Möchte man zusätzlich eine Berechtigung zur Zucht, kostet die Maine Coon allerdings um die 1000 Euro.

Maine Coon Kitten
Die Maine Coon gehört nicht gerade zu den günstigsten Katzenrassen. Jedoch sollte man den Preis bei einem serösen Züchter in Kauf nehmen um ein Kitten mit Stammbaum und ohne Erbkrankheiten zu bekommen. (Quelle: Unsplash.com)

Die Pflege einer Maine Coon

Trotz der halblangen Haare bedarf es bei der Maine Coon keiner allzu großen Pflege. Die Katze pflegt sich ihr Fell ausgezeichnet alleine. Ihr Allwetterfell ist dicht und passt sich dem Wetter an. Insbesondere in der kalten Jahreszeit hat das Fell mit seiner Üppigkeit und Dichte einen überaus imposanten Effekt.

Es ist ratsam, das Fell einer Maine Coon einmal in der Woche durchzubürsten. Während des Fellwechsels bürstet man die Katze etwas öfter, da sie in dieser Zeit sehr stark haart.

Da die Augen der Maine Coons des Öfteren tränen, sollte man die Augenwinkel regelmäßig mit einem feuchten Tuch reinigen, sodass es nicht zu Entzündungen kommt. Dazu ein Tuch mit mäßig warmem Wasser anfeuchten und vorsichtig über die verkrusteten Stellen fahren.

Ein regelmäßiger Besuch beim Tierarzt sollte selbstverständlich sein, denn so können Erkrankungen vorgebeugt werden und die Katze kann ein gesundes und glückliches Leben führen.

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