Wie lange sollte man eine neue Katze im Haus behalten?

wie lange Katze im Haus

Zieht eine neue Katze ein, steht Dir eine spannende Zeit bevor. Egal, ob das Deine erste Katze ist oder Du schon viele Stubentiger hattest, so gibt es jetzt ein paar Dinge zu beachten. Das gilt umso mehr, wenn die Katze auch Freigang bekommen soll. Damit jetzt alles sicher abläuft und sich der Zuwachs an das neue Zuhause gewöhnt, stellt sich die Frage, wie lange die neue Katze denn im Haus bleiben soll.

Gerade für Anfänger gilt hier vorweg: Katzen bitte nie direkt aus dem Haus lassen!

So gewöhnt sich die Katze an das neue Zuhause

Katze versteckt sich
Es ist oft so, dass sich die Katze in den ersten Tagen im neuen zu Hause versteckt. Das ist aber ganz normal. (Quelle: Pixabay.com)

Wie lang Du Deine neue Katze im Haus behalten solltest, hängt sehr damit zusammen, wie gut sich der Stubentiger bei Dir eingewöhnt hat. Denn das eigentliche Risiko bei einem zu frühen Freigang ist, dass der Neuzugang einfach nicht mehr nachhause kommt. Das kann damit zu tun haben, dass er es noch gar nicht als sein Zuhause oder eben sein Revier ansieht. So ist es wichtig, dass die Katze weiß, wo ihr Platz ist. Denn auch wenn viele Freigänger ungern Zeit zuhause verbringen, ist das Haus dennoch ihr Rückzugsort, wo sie sich sicher und geborgen fühlen. Und noch wichtiger: Zuhause ist, wo der Fressnapf* steht. Das muss die Katze allerdings erst verstehen.

In diesem Sinne ist der wichtige erste Schritt, dass sich die neue Katze an Dich und die neue Umgebung gewöhnt. Gerade am Anfang solltest Du Dir daher genügend Zeit nehmen. Womöglich ist die Katze am Anfang sehr schreckhaft und versteckt sich unter dem Bett. Mit Ruhe und ein paar Leckereien sollte sich das allerdings bald legen. Bedränge den Stubentiger nicht, sondern gib ihm stattdessen Zeit, sich selbst einzugewöhnen. Es liegt gerade in den ersten Tagen lediglich an Dir, ihn nicht durch laute Geräusche zu stressen und sein Essen hinzustellen. Vielleicht hast Du es aber auch mit einer sehr kontaktfreudigen Katze zu tun. Schmiert sich das neue Familienmitglied direkt um Deine Beine und möchte Zuneigung, ist das großartig. Allerdings heißt das noch nicht, dass die Katze bereit für den Freigang ist.

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Freigänger oder Stubentiger?

Katze schaut aus Fenster
(Quelle: Pixabay.com)

Besorgst Du Dir eine neue Katze, solltest Du wissen, ob diese bereits ein Freigänger war oder nur an das Haus gewohnt ist. Dies ist wichtig, denn in der Regel gilt: einmal Freigänger, immer Freigänger. Nimmst Du einem eingefleischten Freigänger die Chance, herauszugehen, wird sich das auf sein Wohlbefinden niederschlagen. Leider wirst Du das auch in der ersten Zeit bei Dir bemerken. Schon bald wird die Katze nämlich darüber klagen, dass sie ganze Zeit im Haus eingesperrt ist. Da kann es schonmal zu zerkratzen Türen, starren Blicken durch das Fenster und Nächte voller Katzengejammer kommen. Jetzt musst Du durchhalten und aufpassen, dass die Katze nicht entwischt. In den ersten Tagen und auch Wochen hat sich das Tier schlichtweg nicht genügend gewöhnt.

Ist der Neuzuwachs gar keinen Freigang gewohnt, hast Du dafür leichtes Spiel. Denn die Katze wird sich weniger eingesperrt vorkommen. Allerdings musst Du sie auch mehr an den Freigang herantasten. Immerhin kennt der Stubentiger die verschiedensten Geräusche, Gerüche und Dinge aus der Außenwelt nicht. Die Katze muss sich in diesem Fall also nicht nur an das neue Zuhause, sondern genauso an den Freigang selbst gewöhnen. Außerdem kann es passieren, dass der Stubentiger den Ausgang gar nicht richtig wertschätzt. So kommt es vor, dass es sich manche Katzen trotz möglichem Freigang lieber ständig im Haus gemütlich machen.

Ab welchem Zeitpunkt darf die Katze raus?

Die Frage der Fragen: Wann darf die neue Katze nun endlich aus dem Haus? Vielleicht hast Du schon tage- und wochenlanges Gewimmer mitmachen müssen und willst endlich nachgeben. Grundsätzlich ist es schwierig, einen genauen Zeitpunkt zu nennen. Es kann sein, dass eine Katze, die am ersten Tag ausbüxt, sicher zurückkommt, ja. Dennoch sinkt das Risiko, dass Deine Katze nicht mehr in ihr neues Zuhause findet, mit jedem Tag und jeder Woche. Du bist deswegen immer auf der sicheren Seite, wenn Du die Samtpfote möglichst lange im Haus behältst. Wenn es möglich ist, lasse es gar bis zu sechs Wochen sein. Die größte Hürde ist es dabei, dem Leiden des gewöhnten Freigängers standzuhalten. Deswegen solltest Du Dich in der Eingewöhnungszeit intensiv um ihn kümmern und viel mit ihm spielen. Auch wenn die Katze teilweise eine ganze Nacht weint, sei Dir bewusst, dass dies zu seinem Besten ist. Immerhin sind Katzen Gewohnheitstiere und müssen erst richtig verstehen, wo sie hingehören.

Allerdings ist es auch möglich, die Katze früher, beispielsweise nach drei Wochen, aus dem Haus zu lassen. Du musst Dir jedoch im Klaren sein, dass dies schlichtweg riskanter ist. Gleichzeitig sind Katzen sehr unterschiedlich, weswegen es durchaus sinnvoll ist, die Persönlichkeit Deines neuen Stubentigers individuell zu beurteilen. Eine Katze, die sich die erste Woche nur versteckt, sollte ohne Frage länger im Haus bleiben, als ein zutraulicher Kater, der sich gut einlebt und die Außenwelt vermisst. Die Regel ist trotzdem „Lieber zu lange als zu kurz.“.

Woran erkennt eine Katze ihr Zuhause?

Katze am Fressnapf
Das Zuhause einer Katze ist da, wo der Fressnapf steht. (Quelle: Pixabay.com)

Die Katze kann nur nachhause kommen, wenn Sie auch weiß, was ihr Zuhause ist. Deswegen wirst Du immer wieder hören, dass manche Katzen nach einem Umzug immer wieder zum alten Haus kommen. Das solltest Du ebenso in Betracht ziehen. Hast Du den Zuwachs nämlich aus der Nähe geholt, ist die Gefahr groß, dass das Tier nach dem Ausgang zum alten Zuhause zurückkehrt. Umso wichtiger ist es, dass die Katze eben lange genug im Haus bleibt. Doch wie erkennen Katzen ihr Revier beziehungsweise ihr Heim?

Es gibt viele Theorien darüber, wie sich Katzen genau orientieren. Grundsätzlich kann man sagen „Zuhause ist, wo der Fressnapf steht„. Die Katze muss also anerkennen, dass sie bei Dir Essen und einen Unterschlupf findet. Doch auch Geräuschkulissen und Gerüche können eine wichtige Rolle spielen. Ob Deine neue Katze also bereit für den Ausgang ist, hat nichts mit ihren Fähigkeiten zu tun. Immerhin sind die Samtpfoten wahre Überlebenskünstler. Es geht viel mehr darum, dass sie Dich, die Umgebung, verschiedenste Geräusche und auch Gerüche wahrnehmen und dann wieder erkennen kann. Wohnst Du beispielsweise in der Nähe einer Landstraße, kann sich die Katze bei einem zu frühen Ausgang vor den Autos erschrecken und schlimmstenfalls panisch werden. War sie allerdings lange genug im Haus, hat diese Geräusche vernommen und wird langsam wieder an den Freigang herangeführt, ist die Gefahr hierfür kleiner.

Katze an den Freigang im neuen Revier gewöhnen

Es ist so weit: Deine Katze darf endlich das erste Mal ihr neues Revier erkunden. Am Anfang wird sie wohl etwas zögerlich sein, da sie die Umgebung nicht kennt. Öffne daher die Terrassentür oder das Fenster und bewege Dich mit ihr nach draußen. Ein paar Leckerlis oder auch Spielzeug können die Stimmung auflockern. Wichtig ist, dass die Türen offen bleiben und die Samtpfote jederzeit wieder ins Haus kann. Ab jetzt heißt es jedoch, dass Du dem neuen Familienzuwachs vertrauen musst. Damit er allerdings immer wieder rechtzeitig nachhause kommt, kann es auch helfen, feste Essenszeiten einzuführen. Das heißt allerdings nicht, dass die Katze auch wirklich rechtzeitig auf der Matte steht.

Ausnahme: so lange sollten Jungkatzen im Haus bleiben

Katze draußen
(Quelle: Pixabay.com)

Während Katzen nach einem Revierwechsel einige Wochen im Haus bleiben sollten, sieht das bei Jungkatzen anders aus. Hast Du Dir ein Kitten geholt, sollte dieses abhängig vom Alter im Haus bleiben. Um verschiedenste Gefahren für das Jungtier zu minimieren, lasse es mindestens nach einem Alter von acht Monaten oder gar erst nach einem Jahr raus.

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