Wie lange bleiben Katzen weg?

Katze weg

Katzen sind Tiere mit festen Gewohnheiten, aber auch unberechenbar. Eine Freigängerkatze kann in Ausnahmefällen mehrere Tage oder sogar Wochen wegbleiben. Die Gründe sind verschieden. Ebenso die Zeiten, nach denen verirrte, sture oder verloren gegangene Katzen wieder zurückkommen.

Ab wann ist eine Katze „weg“?

Wenn du anfängst, dir Fragen wie, „wie lange ist es normal, wenn eine Katze wegbleibt?“, ist die Katze wahrscheinlich schon länger weg, als du es gewohnt bist.

Wie lange das ist, ist bei jeder Katze anders.

Ein Freigänger, der normalerweise den ganzen Tag unterwegs ist und abends nach Hause kommt, ist „weg“, wenn er abends nicht erscheint.

Ein leidenschaftlicher Streuner (unkastrierte Kater, aber auch andere), der immer mal wieder für ein paar Tage wegbleibt, gilt als verschollen, sobald die herkömmliche Zeit deutlich überschritten wird.

Eine Wohnungskatze ist weg, wenn sie zur Tür hinaus und dann nicht mehr auffindbar ist.

Katzen haben Gewohnheiten und nehmen sich Freiheiten

So stur, eigensinnig und individuell wie unsere Samtpfoten auch sind, dennoch haben sie gewisse Gewohnheiten – und an die gewöhnen sich auch wir Menschen.

Du kennst den Takt deiner Katze und hast normalerweise auch ein gutes Gespür dafür, wann ein Wegbleiben normal ist und wann nicht.

Trotzdem kann es bei allen Regelmäßigkeiten immer mal wieder zu Ausnahmen kommen.

Wenn deine Katze mal einige Stunden, eine Nacht oder sogar drei bis vier Tage „überfällig“ ist, solltest du zunächst ruhig bleiben.

Hast du einen resoluten Stubentiger ist die Situation natürlich besser auszuhalten. Verschwindet dagegen eine sensible, nicht so starke, alte, sehr junge oder sogar kranke Katze, machst du dir natürlich schneller Sorgen.

Wenn eine Wohnungskatze weg ist

Katze vor Haustüre
Ausversehen mal die Türe oder das Fenster aufgelassen und schon ist es passiert. Die Wohungskatze ist weg. Aber keine Sorge, auch Wohungskatzen haben natürliche Instinkte und finden meist wieder selbst nach Hause. Solltest du das Verschwinden direkt bemerken, kannst du auch mal in der Nachbarschaft nach der Katze gucken. (Quelle: Pixabay.com)

Ist deine Wohnungskatze in die Freiheit entkommen, kann die Sorge groß sein. Ist das Tier das Leben im Freien nicht gewohnt, bekommt sie unter Umständen schneller Probleme.

Trotzdem solltest du die Intelligenz und Überlebensfähigkeit von Katzen nicht unterschätzen. Selbst in den feinsten Persern, Couch-Potatos und ängstlichen Katzen steckt noch ein gutes Stück Natur.

Die Tiere besinnen sich im Ernstfall auf ihre Sinne und Triebe. Nach einem ersten Schreck oder aber auch bei Abenteuerlust sehnen sich die meisten Katzen doch wieder nach ihrem Zuhause.

Warte zwei bis drei Tage ab. Suche deine Katze jeden Tag und rufe nach ihr. Bleibt sie länger weg, solltest du Suchmaßnahmen einleiten.

Was du tun kannst

Social Media
Facebook, Instagram und Co können wahre Wunder beim Aufspüren der verschwundenen Katze bewirken. Auch spezielle Plattformen wie TASSO können helfen. (Quelle: Pixabay.com)

Möchtest du deine Katze wieder nach Hause locken, helfen Tricks. Stubentiger können sich nämlich auch ganz in der Nähe aufhalten und einfach nicht nach Hause kommen.

Zu möglichen Gründen kommen wir gleich noch.

Du kannst deine Katze dann rufen. Sehr gut klappt es auch, die Katze mit dem Rascheln der Futterpackung (oder der Lieblings-Katzensnacks) anzulocken.

Manchmal können Katzen sich durch aufregende Ereignisse auch wie in eine andere Welt „beamen“. Sie sind dann ganz in der Wahrnehmungssphäre von Gerüchen, Geräuschen und optischen Eindrücken, die wir Menschen wahrscheinlich nie ganz verstehen werden.

Du und das Zuhause sind für die Katze dann weit weg. Hört sie ihren Namen und wird der Reiz durch das Rascheln einer Packung unterstützt, kann das wie ein Weckruf wirken.

Werbung
Unsere Leckerli Empfehlung:
Angebot
Dreamies Katzensnacks mit köstlichem Käse – Außen knusprig & innen cremig – Katzenleckerlis in Mega Box (2 x 350g)*
  • Ein Katzen-Traum wird wahr: Jetzt wissen wir, wovon Katzen immer geträumt haben - der köstlich crunchige Dreamies-Klassiker mit Käse-Flavour in der Vorratspackung - außen kross und innen cremig
  • Wenn die Box raschelt, kommen die Samtpfötchen direkt angelaufen - wohl wissend, dass die traumhafte Kombination aus Käsegeschmack & Textur ihr kleines Katzenherz höher hüpfen lässt
Werbung

Wenn die Katze einen Grund hat, wegzubleiben

Manche Katzen bleiben weg, wenn sie im gewohnten Umfeld eine Belastung empfinden.

Ist deine Katze länger als gewohnt weg, solltest du diese Möglichkeiten checken:

• Hattet ihr eine Meinungsverschiedenheit?
• Gab es Streit mit anderen Katzen?
• Sind Handwerker oder andere fremde Menschen am oder im Haus?
• Hast du Besuch, der für die Katze unangenehm sein kann?
• Gab es Streit oder Spannungen bei euch in der Familie?
• usw.

In solchen Fällen können Katzen stur für mehrere Tage bis Wochen wegbleiben. Sind Belastungen dauerhaft, ziehen manche Katzen auch einfach um.
Andere Stubentiger wissen genau, wann eine Belastung oder Unannehmlichkeit vorbei ist, und kommen dann zurück.

Manchmal kann es auch unterwegs passieren, dass deine Katze weiter weg geht, als sonst. Das passiert zum Beispiel, wenn sie im Jagdrausch Vögel oder andere Tiere verfolgt. Das kann zu Zeiten von einigen Tagen bis Wochen führen, bis deine Katze wieder zurückfindet.

Durch einen Streit oder regelrechten Kampf mit anderen Katzen kann es dein Tier ebenfalls weiter von Zuhause wegtreiben als sonst. Insbesondere schwächere Tiere können sich dann schwertun, den Heimweg wiederzufinden. In manchen Gegenden gibt es sehr rabiate dominierende Tiere, die den Schwachen die Bewegungsfreiheit enorm einschränken.

Deine Katze braucht dann ebenfalls etwas mehr Zeit, um nach Hause zu kommen.

Es kann sich lohnen eine auf diese Art verirrten oder verloren gegangenen Stubentiger für mehrere Tage im nächsten oder zwei bis drei Kilometer weiten Umfeld zu suchen (Rufen plus Packung rascheln!).

Jungkatzen und Kater als Besonderheit

Kater
Vor allem Kater sind während der Paarungszeit gerne mal einige Tage weg. (Quelle: Pixabay.com)

Junge Katzen, die sich ausprobieren, lernen und die Welt entdecken, gehen eher mal für einige Tage bis Wochen „verloren“, als routinierte Alt-Katzen.

Für unkastrierte Kater sind regelmäßige Touren durch ihr Reich sogar Pflicht und natürlich. Auch hier kann es zu Variablen (durch Reviererweiterungen, Kämpfe, den Duft weit entfernter Kätzinnen usw.) kommen.

Versuche ruhig zu bleiben und Vertrauen zu bewahren, wenn deine Jungkatze für längere Zeit weg ist.
Kater können in der Regel sehr gut auf sich aufpassen.

Übrigens bleibt der Drang zum Streunen auch bei manchen kastrierten Katern erhalten. Insbesondere zur Frühlings- und Paarungszeit können auch sie für einige Tage losziehen.

Wichtig: Chip und Registrierung

Heute muss eigentlich jede Hauskatze gechippt sein. In der Praxis trifft das speziell auf dem Land trotzdem noch nicht auf jede Katze zu.

Trotzdem bieten die Chips gerade bei Streunern und Freigängern einige Sicherheiten. Beachte aber bitte, dass eine Katze nach dem Chippen nicht zwangsläufig registriert ist. Das musst du selbst machen, indem du deine Samtpfote in Registern wie TASSO e.V. oder dem Deutschen Haustierregister anmeldest.
Wird deine verloren gegangene Katze gefunden, kann sie über die Register schnell zugeordnet werden.

Ist deine Katze schon so lange weg, dass du dir echte Sorgen machst, kannst du auch bei Tierärzten in der Umgebung nachfragen, bei Tierheimen oder bei Nachbarn.

Im Ernstfall bieten dir Vereine wie Tasso auch Such-Vordrucke an, die du in der Nachbarschaft aushängen kannst.

Was, wenn die Katze weg bleibt?

Gib bitte nicht die Hoffnung auf. Selbst wenn deine Katze schon ein paar Wochen überfällig ist, kann sie noch zurückkommen.

Gerade bei Katzen gibt es die verrücktesten Geschichten. Manche Katzen sind nach einem Jahr wieder aufgetaucht, andere nach Monaten oder Wochen.

Die eine Katze kommt zurück, als sei nichts passiert, bei anderen siehst du deutlich, dass sie ein hartes Abenteuer hinter sich haben.

Werden Katzen überfahren oder kommen sonst wie ums Leben, werden die toten Katzen leider nicht immer, aber doch oft genug mit den Haustierregistern abgeglichen. Ist dein registrierter Stubentiger ums Leben gekommen, würdest du wahrscheinlich eine Meldung bekommen.

Landet die verletzte oder tote Katze bei einem Tierarzt wird er ganz sicher nachschauen, ob sie registriert ist.

Eine Möglichkeit, die dir bei Unsicherheit über den Verbleib deiner Katze bleibt, sind Tierkommunikatoren. Das sind telepathisch begabte Menschen, die anhand eines Fotos, eines Spielzeuges oder einer Decke deiner Katze herausfinden können, ob das Tier noch lebt. Manchmal können Tierkommunikatoren dir sogar sagen, wo die Katze ist und warum sie weggeblieben ist.

Solche Menschen findest du über das Internet.

Wie lange bleibt eine Katze weg – das Fazit

Es kann nicht ganz klar gesagt werden, wie lange eine normale Katze wegbleibt. Die einen kommen jeden Abend pünktlich nach Hause, andere streunen mal für mehrere Tage oder gehen ab und zu auf längere Touren.


In der Regel machen sich Menschen ab dem Zeitpunkt Sorgen, wenn das Wegbleiben der Katze nicht den sonst üblichen Gewohnheiten entspricht.


Zwei bis drei Tage sind normal. Eine Katze kann aber auch mal für eine ganze Woche oder zwei wegbleiben, ohne dass etwas Schlimmes passiert ist. Verirrte Katzen haben auch schon nach mehreren Monaten oder einem Jahr wieder nach Hause gefunden. Im Ernstfall ist es immer gut, wenn die Katze gechippt und bei einem Haustierregister gemeldet ist.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

4 × fünf =