Was fressen Katzen außer Katzenfutter?

Was fressen Katzen außer Katzenfutter

Katzen sind Genießer. Das heißt, sie möchten Abwechslung – und die benötigen sie auch, um sich möglichst gut zu ernähren. Leider kann aber nicht jede Katze hinaus, um sich Mäuse oder Vögel zu fangen. Deshalb gilt für industrielle Nassfuttersorten: Hier sollten Dosenöffner so oft es geht zwischen mehreren Sorten wechseln. Aber was fressen die Samtpfoten noch? Ein Überblick!

Rohfleischfütterung und Barfen

zwei Katzen und Fleisch
(Quelle: Pixabay.com)

Katzen schätzen rohes Fleisch. Das liegt in ihrer Natur: Dort wird die Maus auch nicht erst gekocht, bevor die Katze sie frisst. Rohfleischfütterung unterscheidet sich aber von Barfen in einem wichtigen Punkt. Während beim Barfen versucht wird, möglichst genau eine Maus „nachzubauen“, füttert man bei Fleisch einfach Fleisch. Hier fehlen also wichtige Zusätze, die beim Barfen ergänzt werden müssen. Dabei handelt es sich um Vitamine, Mineralstoffe oder auch Ballaststoffe. Ganz wichtig für Katzen ist auch Taurin, eine Aminosäure.

Rohes Fleisch enthält meist nicht genug davon, um wirklich abwechslungsreich zu fressen. Zum Naschen oder gelegentlichen Füttern taugt es aber gut. Dabei sind die Vorlieben ebenso unterschiedlich wie die Geschmäcker. Lass Deine Katze am besten probieren, was sie liebt! Gekocht geht übrigens auch, dann aber bitte ohne Knochen. Die könnten im gekochten Zustand splittern und ernsthafte Verletzungen verursachen!

Lesetipp: Ist Trockenfutter oder Nassfutter besser für die Katze?

Obst und Gemüse: Von der Katze, die Oliven fraß

Gemüse wird von vielen Katzen geschätzt. Hier vertragen sie auch fast alles. Was roh nicht gemocht wird, sollte gekocht angeboten werden. Erfahrungsberichte online zeigen die erstaunliche Vielfalt dessen, was unsere Stubentiger mögen: Es geht bei Oliven los und hört bei Spargelschalen auf. Häufig ist der Hintergrund, dass das Lebensmittel wahrscheinlich Stoffe enthält, die Lockstoffen ähneln. Probiere es aus: Oft lässt sich beobachten, wie Deine Katze sich im wahrsten Sinne des Wortes reinlegt. Ähnliches sieht man bei Katzenminze*.

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Gemüse futtern: Diese Sorten bitte nicht!

+ Kohl
+ Zwiebeln, zwiebelähnliche Gewächse wie Schnittlauch oder Lauch
+ Tomaten – vertragen viele Katzen auch nicht, weil Nachtschattengewächs.
+ Kartoffeln nie roh füttern!

Welche Obstsorten erlaubt sind, entscheidet ebenfalls Deine Katze. Banane wird von vielen gemocht: Sofern sie zerdrückt wird, lieben die Katzen es, diese aufzuschlecken. Weiterhin möglich sind verschiedene Beeren wie Erdbeeren oder Himbeeren. Fang aber bitte auch hier mit wenig an und teste, was Deine Katze auch wirklich verträgt.

Butter, sonstiges Fett

Einen Großteil ihrer Energie beziehen Katzen aus Fett. Deshalb lieben sie Fettes, zum Beispiel Butter. Achtest Du darauf, Bio Butter von Kühen zu geben, die aus Weidehaltung stammen, tust Du Deiner Katze noch einmal etwas Gutes. Ähnlich wie beim Fleisch enthalten solche Futtertiere und deren Produkte viel mehr Omega-3-Fettsäuren als Omega-6-Fettsäuren. Das ergibt ein besseres Verhältnis zwischen beiden. Auswirkungen hat dies unter anderem darauf, ob das Fell Deiner Katze mehr oder weniger glänzt.

Milchprodukte

Kitten trinkt Milch
Katzen sind dafür bekannt, Milch zu lieben. Aber Achtung, die Katze sollte die Milch nur in Maßen geniesen. (Quelle: Pixabay.com)

Milch schlabbern Katzen gern, leider verursacht sie häufig Probleme. Übeltäter ist die Laktose, welche viele Katzen nicht vertragen. Das ist ähnlich wie bei Menschen: Manche Katzen bekommen davon richtigen Durchfall. Steht Deine Katze dennoch auf Milch, besser auf laktosefreie Milch ausweichen! Ähnliches gilt für Joghurt, Quark, Frischkäse. All das mögen Katzen sehr. Möglicherweise vertragen sie es auch in geringer Menge. Manche Katzen lieben es sogar, wenn Du ihnen ein bisschen Parmesan über das Futter streust. Doch Vorsicht: Je mehr Du davon reichst, desto mehr Probleme könnte es geben.

Katzengras, Katzenminze, sonstige Kräuter

Sicher kennst Du schon Katzenminze*. Es wirkt wie ein Aphrodisiakum für Katzen: Ähnlich wie Baldrian* werden Katzen davon ganz wuschig. Sie rennen wild herum, wälzen sich darin oder drücken ihr Köpfchen hinein. Manche fressen es auch. Weil es so gut ankommt, verwenden viele Spielzeughersteller Katzenminze. So regen sie die Vierbeiner zum Spielen an!

Katzengras* hingegen ist etwas anderes. Möglich ist jede Art Gras, sogar etwas Gras aus dem heimischen Garten. Zyperngras oder Gräser, die aus Weizenkörnern selbst gezogen werden – alles regt die Katze zum Knabbern an. Sie tut das instinktiv, denn es hilft ihr, unverdaute Haare wieder auszuspucken.

Weitere Kräuter, die Katzen gern fressen: Dill und Baldrian. Dill wird teilweise Katzenfutter zugesetzt und ist daher völlig unproblematisch. Baldrian zeigt eine ähnliche Wirkung wie die schon erwähnte Katzenminze. Achtung, bei vielen anderen Kräutern sind Vergiftungserscheinungen möglich: Pfoten weg von allem, was ätherische Öle enthält! Diese können Katzen nicht oder nur sehr langsam verstoffwechseln, weshalb sie besser gar nicht erst davon naschen sollten.

Lesetipp: Die besten Beruhigungsmittel für Katzen

Getreide - für die Katz?

Katze und Müsli
(Quelle: Pixabay.com)

Futtermittelhersteller verwenden häufig Getreide. Das steht in der Kritik, weil die Katze vieles davon nicht verwerten kann – sie ist ein klassischer Karnivore, das heißt sie frisst ausschließlich Fleisch. Getreide aber sind Kohlenhydrate. Ist also jedes Getreide zu meiden? Nicht unbedingt. Manches wird sogar ausgesprochen gern gefressen. Teste doch einmal Haferflocken. Weiche sie aber vorher etwas ein, dann kannst Du es mit ein wenig laktosefreier Milch reichen. Oder Du mischst es einfach unter das Futter.

Und was ist mit Fisch?

Katze isst Fisch auf Markt
(Quelle: Pixabay.com)

Fisch, selbst zubereitet, kann für Katzen eine echte Delikatesse sein. Ob roh oder gekocht, oder sogar aus der Dose: Stets gilt es, ein paar Grundregeln zu beachten. Roher Fisch enthält drei problematische Bestandteile. Sowohl bestimmte Bakterien wie auch der Fischbandwurm können auf Katzen übergehen. Verhindern lässt sich beides durch Kochen, wahlweise durch Gefrieren unter -18 ° über einen Zeitraum von mehreren Wochen. Sofern vorhanden, vor dem Servieren unbedingt die Gräten entfernen!

Fisch enthält viele Vitamine, beispielsweise Vitamin D. Zudem spendet er wertvolle Omega-3-Fettsäuren. Er kann darum bedenkenlos häufiger verfüttert werden. Wer ihn allerdings roh serviert, sollte die berüchtigten Thiaminasen kennen. Das sind Enzyme, welche die Aufnahme anderer Vitamine hemmen. Im Übermaß verfüttert man Fisch daher roh nicht einmal beim Barfen. Gelegentlich ist er aber eine willkommene Ergänzung zu herkömmlichem Futter. Wer Dosenfisch gibt, sollte Sorten nehmen, die im Eigensaft schwimmen. Öle solltest Du vor dem Servieren abgießen.

Vegan oder besser nicht?

Wie bereits erwähnt, benötigen Katzen Fett, um es in Energie umzuwandeln. Geht da nicht auch ein Schuss Rapsöl oder Leinsamenöl? Und wie steht es um die vegane Ernährung für die Vierbeiner?

Dazu gibt es nur so viel zu sagen: Karnivoren brauchen zwingend tierisches Fett. Fette sollten daher am besten tierischen Ursprungs sein. Anderes kann die Katze von Natur aus gar nicht verwerten. Wer dennoch plant, seine Katze vegan zu ernähren, sollte vor der Umstellung einen erfahrenen Tierarzt konsultieren. Ansonsten kann es zu schweren Fehl- oder Mangelernährungen kommen. Ein bisschen Taurin reicht da nicht, Tierbesitzer tragen hier eine hohe Verantwortung.

Fazit: Was Katzen noch fressen

Katzen schätzen es, wenn Du ihnen ab und zu etwas anderes reichst als das übliche Futter. Kleine Snacks und Zwischenmahlzeiten sind mit allem erlaubt, was gefällt und schmeckt. Nur einige wenige Dinge verträgt die Katze überhaupt nicht. Diese solltest Du auch nicht ausprobieren, da es heftige Folgen haben kann: von Durchfall bis zur Vergiftung. Aber so muss es nicht enden. Im Allgemeinen wissen Katzen ganz gut, was sie fressen können und was nicht. Teste es aus, indem Du mit kleinen Mengen anfängst. Später kannst Du eine ganze Mahlzeit damit gestalten. Ob rohes Fleisch oder Fisch, ein Stückchen Butter, Käse oder Haferflocken: Diese Lebensmittel sind für Katzen ein Hochgenuss! Manche Katzen entwickeln auch außergewöhnliche Vorlieben. Sofern sie es vertragen, spricht nichts gegen eine Olive oder ein Rest Spargel.

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