Wann ist eine Katze erwachsen?

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Katzen erfreuen sich als Haustier ungebrochener Beliebtheit. Alleine in Deutschland leben mehr als zwölf Millionen Stubentiger (und dabei sind verwilderte Hauskatzen ohne festes Zuhause noch gar nicht mitgezählt).

Wenn Du deine Katze artgerecht hältst, stets gut behandelst und ihr bei Bedarf auch tierärztliche Pflege zukommen lässt, kannst Du viele lange Jahre einen vierbeinigen Freund an Deiner Seite haben. Hauskatzen erreichen bei guter Pflege ein Alter von 15 bis 20 Jahren. Es sind auch Fälle belegt, in denen Katzen 25 Jahre oder älter geworden sind; dies sind jedoch eher Ausnahmen.

Doch an welchem Punkt ihrer Entwicklung kann eine Katze als erwachsen gelten? Diese Frage soll hier genauer betrachtet werden.

Die Jungkatzenphase

Junge Katze
Kitten (Quelle: Pixabay.com)

Am Anfang ihres Lebens sind Kätzchen blind und auf Wärme sowie Milch der Mutterkatze angewiesen. Die Muttermilch hilft auch beim Aufbau eines funktionierenden Immunsystems. Mit etwa neun Tagen öffnen junge Katzen die Augen. Sicher stehen und laufen können sie mit rund drei Wochen. Erst ab diesem Alter beginnen die Kätzchen, sich weiter vom Lager zu entfernen, das die Mutterkatze ausgewählt hat. Nach etwa vier Wochen beginnen sie, feste Nahrung zu sich zu nehmen. Hiermit beginnt dann die Phase der Entwöhnung. Zu diesem Zeitpunkt bekommen Katzen auch ihre Milchzähne. Im Gegensatz zum Gebiss einer ausgewachsenen Katze, das aus dreißig Zähnen besteht, umfasst das Milchzahngebiss nur 26 Zähnchen.

Um eine normale und gesunde Entwicklung zu gewährleisten, dürfen junge Katzen auf keinen Fall von der Mutter getrennt werden, bevor sie acht bis zehn Wochen alt sind. Am besten ziehen sie erst in einem Alter von mindestens zwölf Wochen in ein neues Zuhause um.

Wenn sie anfangen, feste Nahrung zu sich zu nehmen, sollte diese auf mindestens vier aus kleinen Mengen bestehenden Mahlzeiten am Tag verteilt werden, da der kleine Magen noch nicht sehr aufnahmefähig ist. Nach einigen Wochen kann dann auf drei Mahlzeiten am Tag zurückgestellt werden. Solange Katzen sich im Wachstum befinden, sollten sie grundsätzlich so viel Futter bekommen, wie sie möchten.

Erreichen der Geschlechtsreife

geschlechtsreife Katze
In dieser Phase sollte man das Verhalten des Katers unbedingt beobachten. Es kann nämlich vorkommen, dass er das Markieren anfängt. Spätestens dann sollte man eine Kastration in Erwägung ziehen. (Quelle: Pixabay.com)

Im sechsten bis achten Lebensmonat erreichen Katzen die Geschlechtsreife, das Wachstums ist zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht abgeschlossen. Die körperliche Entwicklung geht noch einige Monate weiter. Ab dem Zeitpunkt der Geschlechtsreife kann eine Kastration vorgenommen werden. Dadurch wird nicht nur unerwünschter Nachwuchs verhindert, sondern auch bei den Kätzinnen die „Rolligkeit“ unterbunden und bei den Katern der Drang verringert, ihr Revier zu markieren.

Ende der Wachstumsphase

ausgewachsene Katze
Die bei uns wohl verbreitetste Katzenrasse, die europäisch Kurzhaar oder auch bekannt als Hauskatze, ist mit ca. 12 Monaten ausgewachsen. (Quelle: Pixabay.com)

Das Wachstumstempo verlangsamt sich mit der Zeit. In den ersten Lebensmonaten entwickeln sich Katzen noch geradezu rasant. Aus einem putzigen Kätzchen, das nur wenige hundert Gramm wiegt, wird in dieser Zeit eine äußerst aktive Katze mit viel Energie. Nach rund sechs Monaten entschleunigt sich das Wachstum und die Katze nimmt nur noch langsam an Größe zu. Es kann dabei auch eine Rolle spielen, ob es sich um eine Rassekatze handelt oder nicht. Allgemein gelten Hauskatzen mit rund zwölf Monaten als ausgewachsen.

Erlernen von Verhaltensweisen

Kitten
Kitten erlernen oft soziale Verhaltensweisen durch die Interaktion mit Ihren Geschwistern. (Quelle: Pixabay.com)

Wenn es um die Frage geht, wann eine Katze erwachsen ist, sollte neben dem körperlichen Wachstum natürlich auch die mentale Entwicklung beachtet werden. Diese verläuft nicht notwendigerweise genau parallel mit der körperlichen Entwicklung. Auch ausgewachsene Katzen sind manchmal noch sehr verspielt und anhänglich. Denn natürlich hat jede individuelle Katze ihre ganz eigene Persönlichkeit. Fest steht jedoch, dass es für die geistige Entwicklung einer Katze förderlich ist, wenn sie mit Artgenossen aufwächst.

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Für junge Katzen ist es wichtig, von der Mutter zu lernen. Durch die Interaktion mit ihr und den Geschwistern bildet sich ein gesundes Sozialverhalten heraus. Die Kätzchen lernen z. B. die Prinzipien der Fellpflege, indem sie sich gegenseitig putzen und waschen.

Das natürliche Jagdverhalten ist zum größten Teil angeboren, dennoch bringen Mutterkatzen ihren Jungen manchmal lebende Beutetiere als Lehrobjekt mit. Vor allem aber erlernen Kätzchen im Spiel untereinander alle möglichen Jagd- und Kampftechniken. Sie jagen hintereinander her, lauern sich auf und kämpfen miteinander. Diese Spiele führen nie zu Verletzungen, sondern fördern die Herausbildung normaler Verhaltensmuster. Oft wechseln die Kätzchen auch mitten im Spiel die Rollen, sind also abwechselnd „Beute“ und „Jäger“.

Auch im erwachsenen Alter behalten viele Katzen ihre spielerische Natur bei und erproben dabei dieselben Fähigkeiten, die ihre wilden Vorfahren zum Beutefang benötigen. Statt einem lebenden Tier jagen sie dann eben oft einem Stück Schnur, einem Ball oder einem Papierknäuel hinterher.

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Endgewicht

große Katze
Je nach Rasse werden Katzen unterschiedlich schwer. Mit zu den schwersten Katzenrassen gehören die norwegische Waldkatze (Bild), Maine-Coon oder auch die Perserkatze. (Quelle: Pixabay.com)

Welche Größe und welches Gewicht Katzen letztendlich erreichen, lässt sich nicht pauschal beantworten. Zum einen ist dies von Rasse zu Rasse unterschiedlich. So gibt es sehr große Rassen wie die Norwegische Waldkatze, bei denen die männlichen Exemplare ein Gewicht von mehr als neun Kilogramm erreichen können. Auch Maine-Coon-Katze und Perserkatze werden ähnlich schwer. Das Normalgewicht von Europäisch Kurzhaarkatzen oder Katzen ohne Rassezugehörigkeit liegt hingegen eher bei vier bis fünf Kilogramm.

Auch die Ernährung spielt eine Rolle: Wenn Katzen während ihrer Wachstumsphase kein gehaltvolles Futter mit hohem Energie- und Nährstoffbedarf zur Verfügung steht, bleiben sie oft zeitlebens kleiner und leichter als ihre besser ernährten Artgenossen.

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